Bollinger Bands und ATR (Average True Range) sind beides Volatilitätsindikatoren, verfolgen aber unterschiedliche Zwecke. Bollinger Bands bestehen aus einem gleitenden Durchschnitt und zwei Standardabweichungsbändern und liefern zusätzlich Hinweise auf Preisrichtung und mögliche Überkauft- oder Überverkauft-Zustände. ATR misst hingegen ausschließlich die durchschnittliche Größe von Preisschwankungen, ohne jede Richtungsinformation.
Trader vergleichen beide, weil sie sich in der Praxis ideal ergänzen: Bollinger Bands helfen bei der Signalgenerierung, während ATR vor allem für Risikomanagement, Stop-Loss-Platzierung und Positionsgrößenbestimmung eingesetzt wird.
Während Bollinger Bands vor allem in Seitwärtsmärkten und bei Volatilitätsausbrüchen aussagekräftig sind, entfaltet ATR seinen Nutzen unabhängig von der Marktrichtung und wird besonders in volatilen oder stark trendenden Phasen zur Bestimmung von Stop-Loss-Abständen geschätzt.