Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) sind zwei der grundlegendsten Bewertungskennzahlen der Aktienanalyse. Das KGV setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn pro Aktie und zeigt damit an, wie viele Jahre an Gewinnen Investoren für den aktuellen Kurs zahlen. Das KBV vergleicht dagegen den Aktienkurs mit dem Buchwert pro Aktie und misst, wie viel Anleger für die bilanzierten Vermögenswerte bezahlen.
Der Vergleich ist wichtig, weil beide Kennzahlen unterschiedliche Aspekte eines Unternehmens beleuchten: Das KGV ist rentabilitätsorientiert und eignet sich für wachstumsstarke Branchen, während das KBV vermögenswert-orientiert ist und besonders bei kapitalintensiven Branchen wie Banken aussagekräftiger ist.
Ein KGV zwischen 15 und 25 gilt in vielen Branchen als fair bewertet, während ein KBV unter 1 häufig auf eine mögliche Unterbewertung hindeutet — beide Richtwerte variieren jedoch stark je nach Branche.