Einfache Zinsen und Zinseszinsen beschreiben zwei grundverschiedene Arten, wie sich Kapital über Zeit verzinst. Bei einfachen Zinsen wird der Zinsbetrag ausschließlich auf das ursprüngliche Kapital berechnet und bleibt über jeden Zeitraum konstant. Bei Zinseszinsen werden dagegen auch bereits aufgelaufene Zinsen mitverzinst, wodurch das Kapital exponentiell statt linear wächst.
Der Vergleich ist grundlegend für das Verständnis von Geldanlage und Verschuldung, da der Unterschied zwischen linearem und exponentiellem Wachstum über lange Zeiträume enorme finanzielle Auswirkungen haben kann.
Bei einfachen Zinsen wächst das Kapital linear und vorhersehbar, während Zinseszinsen durch die fortlaufende Mitverzinsung bereits erzielter Erträge zu einem exponentiellen, sich selbst verstärkenden Wachstumsmuster führen, das erst nach mehreren Jahren seine volle Wirkung entfaltet.